Münchener Bachchor
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O du selige
Das Weihnachtsoratorium mit dem Münchener Bach-Chor
„Jedes Jahr aufs Neue spannend und berührend, manchmal gar aufregend und beglückend ist es, wenn Bach-Chor und Bach Collegium München unter Leitung von Hansjörg Albrecht das "Weihnachtsoratorium" ihres Namenspatrons in der Philharmonie aufführen. Kein Wunder, dass es für den ebenso streng wie impulsiv vom Cembalo aus Dirigierenden selbstverständlich ist, alle sechs Teile des Werks zu verbinden …. Die Sorgfalt, die er auf Wortverständlichkeit, Durchhörbarkeit und Phrasierung in den großen Chören wie auch auf die genaue Ausdeutung in den Chorälen, Rezitativen und Arien legt, zeugt von einer tiefgehenden fortdauernden Auseinandersetzung mit diesem Werkkomplex.“ (Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 24.12.2009)
Der Barock Cineast
Hansjörg Albrecht und der Münchener Bach-Chor
„Es sind eben diese magischen Momente, die Hansjörg Albrechts Bach-Interpretation ausmachen. Zum Glück gibt es diese Momente pro Kantate des Weihnachtsoratoriums im Dutzend. … Diese verschworene Truppe (Anmerk.d.Red.: Münchener Bach-Chor und Bach Collegium München) verbindet Leidenschaft und Freude am Musizieren - und der Wille, den sechs Kantaten ganz individuelle Gesichter bei reichlich Durchblutung zu geben. …. eine so inspirierte wie inspirierende Aufführung.“ (Matthias Bieber, Münchner Merkur, 22.12.2009)
Musikalische Männerfreundschaft
Weihnachtsoratorium: Albrecht begeistert mit dem Münchener Bach-Chor und mitgerissenen Musikern
„Tausend Mal gehört? Wie macht man es, dass noch etwas passiert beim Publikum? Bach-Chor-Leiter Hansjörg Albrecht versucht es auch dadurch, dass er - statt nur die festlich-pompösen und pastoralen ersten drei - alle sechs Teile spielt. So bekommt die Weihnachtsgeschichte noch echte Dramatik mit einem „falschen Herodes", der den Kindermord vorbereitet. … Um diese allumfassende Geschichte zu erzählen, wählte Albrecht ein wunderbar dynamisches Erzähltempo. …. Da wird man Zeuge einer begeisterten musikalischen Männerfreundschaft, in die sich Trompeter Hannes Läubin klar, lässig jazz-wild einreiht. Nicht engelsgleich weich, sondern bestimmt der Sopran von Lisa Larsson, fantastisch schlank erzählerisch der Bariton von Stephan Genz und sanft der Alt der Einspringerin Anne-Carolyn Schlüter.“ (Adrian Prechtl, Abendzeitung, 22.12.2009)
Südliche Hitze
Verdis Requiem mit zwei Chören unter Hansjörg Albrecht in der Philharmonie
„… Hansjörg Albrecht gelang eine hitzige Aufführung dieses wahrlich nicht einfachen Werks. Der erste Einsatz des Chors dämmerte mystisch, doch bald ging Albrecht ohne falschen Weihrauch und pietistische Kargheit mit opernhafter Dramatik wie ein katholisch Getaufter zur Sache…. Die üblicherweise mit ehernen Stimmen besetzte Basspartie übernahm der eher lyrische und hell timbrierte Bariton Michael Volle. Aber seine Sicht als eher distanziert-mitleidendes Individuum sprach zum Herzen. … Der Münchener Bach-Chor und der Carl-Philipp-Emanuel Bach-Chor aus Hamburg verschmolzen zu einer schlank-wendigen Einheit, als würden sie alle Tage zusammen singen. Auch das Bach Collegium aus Mitgliedern der Münchner Groß-Orchester machte Verdi alle Ehre. Dies alles hob Albrechts Aufführung in höhere Sphären.“ (Robert Braunmüller, Abendzeitung, 24.11.2009)
Glanz und Innerlichkeit
Verdis Requiem mit dem Münchener Bach-Chor
„… Dazwischen kostete Hansjörg Albrecht am Totensonntag in der Philharmonie die Extreme der Partitur von archaischer Totenmessenliturgie bis hitziger Orchestertheatralik aus. Das glänzende Bach Collegium München und ein hochkarätiges Solistenquartett waren genau auf seiner Linie: Dimitra Theodossiou (Sopran), Rene Morlock (Alt), der leidenschaftliche Bariton von Michael Volle und der brasilianische Tenor Fernando Portari, der schon vor einem Jahr in Wolff-Ferraris „Sulaniite" begeisterte. Der Münchener Bach-Chor war durch den Carl-Philipp-Emanuel Bach-Chor aus Hamburg auf über 120 Stimmen verstärkt worden und lieferte, besonders ausdrucksvoll in der Sopran- und Altriege, die gewaltige Tutti-Kulisse des Totendramas.“ (Klaus P. Richter, Süddeutsche Zeitung, 24.11.2009)
Verdis Requiem beim Chortreffen in der Musikhalle
„… So begann die Aufführung mit dem durch den Münchener Bach-Chor verstärkten Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor und den Lübecker Philharmonikern auch vielversprechend in wunderbarem Pianissimo wie aus dem tonalen Nichts. …Gelungen war der Kontrast zu den klanggewaltigen Abschnitten der Partitur, auch das Orchester kehrte immer wieder zu einer mahnenden Intensität des Piano-Musizierens zurück.“ (Julian Hofer, Die Welt 16.11.2009)
Hochtourig
Ein gelungener Saisonauftakt von Bach-Chor und Bach-Collegium
„…Mit Chor und Solisten aber gestaltete Albrecht die verschiedenen Ebenen von Haydns spätem Werk zwischen Aufklärungs-Ethos, barocker Rhetorik und dem frischen Atem der Wiener Klassik. Auch das Pathos der englischen Händel-Tradition, die Haydn auf seinen Englandtourneen so beeindruckt hatte, fehlte nicht. Im Chor „Stimmt an die Saiten" ließ es Albrecht auftosen, im Terzett „Dem kommenden Tag" stahl das Chorforte den Solisten fast die Töne. Aber in „Verzweiflung, Wut und Schrecken" zeigte sich auch, wie gut der Stimmkultur das Training mit einem breiten stilistischen Repertoire tut. ... Ein gelungener Saisonauftakt.“ (Klaus P. Richter, Süddeutsche Zeitung, 20.10.2009)
Paradies ohne Jubelgetöse
Der Münchener Bach-Chor mit Haydns „Schöpfung“
„… Mit einer lebendigen Aufführung der „Schöpfung" leistete er (Anmerk.d.Redak. der Münchener Bach-Chor) am Sonntag, im gut besuchten Herkulessaal seinen Tribut- zum Haydn-Jahr. Unter Hansjörg Albrechts Leitung sang der Chor seinen Part nicht nur klangsensibel, sondern mit einer angenehmen Leichtigkeit und Flexibilität. Nichts wirkte dramatisch überreizt, keine Biederkeit machte sich breit, kein übersteuertes Jubelgetöse störte. Natürlich und mühelos fügten sich die gut ausbalancierten Stimmen in den exakt einstudierten Fugen zueinander. Dabei setzte Albrecht auf flottes Tempo bei „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ und ging „Vollendet ist das große Werk“ beinahe spritzig an….“ (Gabriele Luster, Münchner Merkur, 20.10.2009)
Freundschaft vor "Sohnespflicht"
Händels Oratorium "Saul" begeistert Publikum im Brixener Dom
„In der genialen Verbindung von Kirchenmusik, Oper und Konzert - das zeigt sich auch heute, 250 Jahre nach dem Tod von Georg Friedrich Händel - besteht die großartige Wirkung seiner Oratorien. Der Münchener Bach-Chor und das Bach Collegium München unter der Leitung von Hansjörg Albrecht machen es in der Aufführung des Oratoriums "Saul" im Brixener Dom einmal mehr deutlich. ... Mit energischen Gesten spornt Dirigent Hansjörg Albrecht die Musiker und Sänger zu Höchstleistungen an. Vor allem der Münchener Bach Chor bedarf seiner, um dem englischen Originaltext markante Akzente zu entlocken. Dabei wirken die Sänger im Vergleich mit den Musikern und Solisten etwas träge und unklar, wenngleich sie an der hervorragenden Gesamtwirkung entscheidenden Anteil haben. ... Die Musiker beteiligen sich gekonnt an der Wirkung des dramatischen Geschehens und geben in den rein instrumentalen Sinfonien Kostproben ihrer Virtuosität.“ (Markus Laimer, Dolomiten Zeitung 03.08.2009)
Makeloser Strahlender Glanz
Abschluss der Tölzer Orgeltage:
Großer Applaus für Münchner Bach-Chor und Hansjörg Albrecht

„… es begann mit Bachs Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden und endete mit dem großartigen „Jesu meine Freude“. Mit einem lebendigen und dynamisch schillernden Klangbild, einer makellosen Akzentuierung und einem auf den kleinsten Wink reagierenden Chor meisterte Albrecht alle Tücken der Partitur. Sie verlangt äußerste Präzision und ein Höchstmaß an ausgefeilter Phrasierung, um die Strahlkraft Bach'scher Musik einstehen zu lassen.“ (Münchner Merkur, Juni 2009)
Herr, lass‘ regnen
Der Münchener Bach-Chor mit Mendelssohns „Elias“
„… Aber wenn man dann die perfekt gesetzten und vom Bach-Chor, begleitet vom Instrumentalensemble des Bach-Collegiums, durchaus kongenial vorgetragenen Chorpartien so musikalisch schlüssig und stimmtechnisch untadelig vorgesetzt bekommt, dann verblassen manchmal die solistischen Abschnitte als pure Erzählstücke oder gar Lückenfüller. Chorchef und Dirigent Hansjörg Albrecht hatte wieder alles gewohnt präzise im Griff, motivierte die Laienschar zu professioneller Anstrengung. Welche keine geringe ist angesichts des enormen Umfangs von fast drei Stunden und der sehr plastisch formulierten Geschichte vom dürstenden Volk und dem christlichen Heilsbringer Elias …“ (Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró, 18.05.2009)
Große Mischung und großartige Stimmen für Bachs Meisterwerk
„Bachs Matthäuspassion ist ein absolutes Meisterwerk und in ihrem emotionalen und erzählerischen Gehalt eine höchst spektakuläre und „theatralische“ Partitur. Das Genueser Publikum hörte sie in der Aufführung von Hansjörg Albrecht, mit dem Bach-Collegium München, dem Münchener Bach-Chor und einem herausragenden Quintett von Sängersolisten: Simone Nold, Sopran, Anne- Carolyn Schlüter, Alt, Thomas Allen, Tenor, und Konstantin Wolff und Konrad Jarnot, Bass. Mit einer glücklichen Mischung von Stimmen und Instrumenten hat Albrecht für eine überzeugende Interpretation gesorgt, ...“ (Roberto Iovino, La Repubblica, 10.04.2009)
Die Matthäuspassion: Bach wird im Carlo Felice lebendig
Bach-Collegium München und Münchener Bachchor unter Hansjörg Albrecht. Eine moderne Lesart des Hauptwerks des deutschen Komponisten.
„… Die Interpretation der Matthäuspassion durch die bayerischen Klangkörper unter Hansjörg Albrecht zeichnet sich durch eine Intensität und einen Sinn für Dramaturgie, oder anders gesagt eine Dringlichkeit aus, der derzeit wenig gleichkommt. Abgesehen von der tadellosen Leistung der Solostimmen des Orchesters, war die emotionale Anteilnahme der Sängersolisten so überwältigend. … Es versteht sich von selbst, dass die Grundlinien dieser Interpretation von Albrecht direkt so gewollt und angelegt sind, der trotz seines jugendlichen Alters (Jahrgang 1972) eine bemerkenswerte Sicherheit und Vertrautheit in der Begegnung mit einer Partitur wie der Matthäuspassion unter Beweis stellt; sein Verdienst ist es zweifellos, seine große Schar von Musikern immer wieder vorangetrieben, angeregt und herausgefordert zu haben. In diesem Sinn war es eine außerordentlich bewegliche, moderne und vorwärts drängende Lesart … Aber wir haben den Chor noch nicht erwähnt; schließlich verdient er eine ganz besondere Würdigung. Karl Richter, der ihn 1954 mit nicht ausgebildeten Sängern gegründet hat, hat visionär in die Zukunft geblickt, und sein Erbe sowie seine immense Arbeit bemerkt man unglaublicherweise bis heute. Wer seine Aufnahmen im Ohr hat, diesen zeitlosen und deshalb unserer Zeit so nahen Bach, und seinen Chor heute hört, wird erkennen, dass sich nichts verändert hat: das gleiche Timbre, die gleiche Intensität, die gleiche Zartheit, die gleiche Professionalität, die gleiche granitene Kompaktheit, die gleiche stürmische Schönheit eines so lebendigen Klangs und Gesangs, dass es direkt zu Herzen geht. Den Münchener Bach-Chor zu hören, das war die wahre Freude, an die wir uns an diesem Montagabend im Carlo Felice buchstäblich verloren haben - bis hin zu dem Punkt, dass wir erwarteten, es würde plötzlich die Gestalt Karl Richters aus der Kulisse auftauchen. Sein Chor ist ein lebendiges Wunder, und wir sind sicher, dass ihm das nun auch Bach selbst bestätigt hat. (Andrea Ottonello, Genua, 07.04.2009)

Zielgerichtet
Der Münchener Bach-Chor mit Händels „Saul"
„…Durch eine detaillierte dynamische Liniengestaltung, weniger pauschal, sondern mit gut platzierten, starken Effekten und leise gehauchten Passagen bei glasklarer Artikulation musikalisch deutlich aufgewertet, wirkte der Chorgesang weit lebendiger. Dies deckte sich nun auch mit dem Musizieren des Bach Collegiums München, das Albrechts kernige Vorgaben in einen agilen und dabei angenehm schnörkellosen Orchesterklang mit bemerkenswert akzentuiertem Continuo überführte. So entstand eine äußerst zielgerichtete Interpretation, die durch das gut besetzte Solistenensemble, …große Intensität gewann. (Andreas Pernpeintner, Süddeutsche Zeitung, 23.03.2009)

MÜNCHEN – „SAUL“, Händel-Oratorium
„… Natürlich hatten die Mitglieder des Chors einen entscheidenden Anteil am Erfolg dieser Aufführung und konnten abermals ihre wunderbare Klangqualität beweisen. Die Damen und Herren des Chors wussten unter anderem beim Schlusschor "Gird an thy sword!" zu begeistern. Das Dirigat von Hansjörg Albrecht zeichnete sich durch kluge Differenzierung und rhythmische Prägnanz aus …Zum Schluss gab es nicht enden wollende Ovationen für alle Mitwirkenden dieser beispielhaften Aufführung im ausverkauften Herkulessaal der Residenz, die sich vor allen Dingen auf der Chor und seinen Leiter Hansjörg Albrecht konzentrierten!“ (Dietrich Großherr, Der Neue Merker, 23.03.2009)
Händels „Saul": Effektvolle Chöre
„Auf theatralischen Händel- „Abwegen" fühlten sich der Münchener Bach-Chor und sein Dirigent Hansjörg Albrecht hörbar wohl. Mit „Saul" präsentierten sie am Mittwochabend im gut besuchten Herkulessaal Händels dramatische Version der Geschichte um König Sau! und David. … Der Chor meldet sich in den meist solistischen Auseinandersetzungen des Oratoriums nicht oft, aber immer effektvoll zu Wort. Dramatisch durchpulst gelang die Eröffnung mit „How excellent thy name", prächtig die Wiederholung mit dem Halleluja. Lebendig modelliert und dynamisch ausgereizt, kommentierte der Chor Sauls Speerwurf. Ausgewogen in der Besetzung bewegte sich der Bach-Chor sicher und geschmeidig in der Akzentuierung wie in den Beschleunigungen bis hin zum imposanten Schlusssatz…“ (Gabriele Luster, Münchner Merkur, 20.03.2009)
Himmlischer Eros
Der Bach-Chor beglückt mit dem "Weihnachtsoratorium"
„… Schon der Eintritt des Chores rückte das "Jauchzet" vom Zwerchfell zum Herz. Diese Verinnerlichung schien Programm zu sein für alle sechs Kantaten, die Bach aus Umarbeitungen weltlicher Kantaten gestaltet hat. Nichts vom profanen Eros der Vorlage "Ich bin deine / Du bist meine, Küsse mich! / Ich küsse Dich" drang in das zum himmlischen Eros verwandelte "Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen. . .". So blieb auch der Münchener Bach-Chor zwar schlagkräftig, aber stets "con sordino". Dazu passte die weibliche Solistenriege mit Chen Reiss (Sopran) und Elisabeth Kulmann (mehr Mezzo als Alt) und der noble Tenor Tom Allen, während Thomas E. Bauer (Bariton) von bewegender Kraft war. Auch die Choräle übten sich in gedämpfter Delikatesse, und der Eingangschor der fünften Kantate "Ehre sei dir, Gott, gesungen" griff mit seiner tänzerischen Grandezza etwas vom "Swing" des Beginns auf. … ein delikat-verinnerlichter Bach als Erinnerung an ein Glück jenseits aller Wirtschaftsdepressionen.“ (Klaus P. Richter, Süddeutsche Zeitung, 23.12.2008)

DER BACH-CHOR MIT DEM WEIHNACHTS-ORATORIUM
Nur ein Wink von seinen Händen
„…Dem starken Bach-Chor gelingt das Wunder der Textverständlichkeit bei aller Polyphonie, wie auch dem Bach Collegium große Transparenz. Tom Allen war ein eindringlicher, angenehm unpathetischer Evangelist, Thomas Bauer ein starker Stimmkönig, Elisabeth Kulman die empfindsam klare Marienstimme, Chen Reiss im zweiten Teil ein mutiger Opernengel.“ (Adrian Prechtel, Abendzeitung, 23.12.2008)

850 Jahre München: Bach-Chor gratulierte mit den "Carmina burana"
„... Deutlich handfester ging es da schon bei Orffs "Carmina burana" zur Sache, deren pulsierende Rhythmen auch diesmal das Publikum unmittelbar in ihren Bann zogen. Zum Glück verließ sich Albrecht jedoch nicht nur auf die archaische Kraft des berühmten "O Fortuna", sondern schien stets darum bemüht, auch den einzelnen Gesängen eigenständiges Profil zu geben.“ (Tobias Hell, Müchner Merkur 16.09.2008)
Die ganze Kraft des Schicksals
„Ein guter Gradmesser für eine gelungene Aufführung von Carl Orffs Carmina, Burana ist der Schluss - wenn dort der ebenso mächtige wie berühmte und gern für Werbespots missbrauchte Anfangschor (0 Fortuna) wiederkehrt, dann ist das zwar die identische Musik, aber sie leuchtet viel intensiver, unmittelbarer, mitreißender. Das Rad des Schicksals - erst jetzt erfährt man seine ganze Kraft.

Hansjörg Albrecht hat das Stück in der Philharmonie am Gasteig mit seinem angenehm kultivierten Münchener Bach Chor … der grundsoliden Prager Philharmonie und den konzentrierten Kinderchören vom Pestalozzi- und Lise Meitner-Gymnasium da hingeführt: Der weite Weg vom Anfang über Liebe, Triebe und Trinkerei bis zur Schicksalsklage zurück wurde nuanciert, vielfarbig beschritten -und somit der Schluss zum Gänsehaut-Garanten….“ (Matthias Bieber, Tz,16.09.2008)
h-Moll-Messe auf hohem Niveau
„…Die Zuhörer erlebten Bachs kühne Komposition der h-Moll-Messe in einer mitunter kühnen Interpretation. Der Wagemut hat einen Namen: Hansjörg Albrecht verlangt seinem Münchner Bach-Chor mit äußerst strenger Hand wirklich alles ab. Er ringt den exzellenten Sängern ein kaum noch singbares Pianissimo ab, das sich fast schon zur Unwirklichkeit verflüchtigt, er arbeitet in größtmöglicher Klarheit die Führungsstimmen heraus - und er wählt immer wieder ein atemberaubendes Tempo. Man muss über solistische Fähigkeiten verfügen, um die Koloraturen hier noch auf den Schlag und in der richtigen Höhe zu setzen. Und tatsächlich verfügen die Sänger darüber, wie deutlich etwa im Tenorsolo „et iterum venturus est“ des jubelnden Auferstehungschores zu hören ist. ….Große Hochachtung vor diesem Chor, der fast immer in der Lage ist, dieses Tempo zu halten, ohne dabei gehetzt zu klingen. Und Hochachtung auch vor der immer wieder grandiosen Gestaltung: Im Kyrie liegt der Betende förmlich flehend im Staub, im Sanctus singen die (weiblichen) Engel, der Bass läutet mächtige Himmelsglocken - begleitet vom herausragenden Bach Collegium München, das bei einem mustergültig weichen Klang ein Maximum an Differenzierung bietet.“ (Raimund Meisenberger, Passauer Neue Presse, 22.07.2008)
Schubert bricht aus
Der Münchener Bach-Chor brilliert in der Philharmonie
„Schubert dem Biedermeier entrissen zu haben, ist ein echtes Verdienst der Moderne. Hansjörg Albrecht ging in der Philharmonie noch weiter und deutete dem Publikum den intensiven Seelendramatiker. Schon sein Programm-Motto des "musikalischen Testaments" mit der großen C-Dur-Sinfonie und der Messe in Es-Dur aus dem Todesjahr 1828 hob die Tragik, das Vermächtnis hervor. Dabei begann Albrecht die Sinfonie mit sensibelstem Piano - bis zum Eintritt des Allegrothemas und den Posaunenfanfaren. Da wurde deutlich, dass ihm, mit dem Bach Collegium München in Hochform, alle Poesie nur dazu diente, um die größte Fallhöhe für die Dramaturgie der Aus- und Einbrüche zu gewinnen. … Nicht weniger nuancenreich modellierte Albrecht auch die Es-Dur Messe. Dabei half ihm der Münchener Bach-Chor mit neuem, höchst flexiblem Ausdrucksregister, auch wenn der sinfonische Zuschnitt der einzelnen Sätze eine sehr subjektive, weit von Bach entfernte Deutung erstehen ließ.“ (Klaus Peter Richter, Süddeutsche Zeitung, 10./11./12.05.2008)
Schuberts Testament
„… Bei Schuberts wuchtiger Es-Dur-Messe mochte vereinzelt ein Fugato-Einsatz verschwimmen, insgesamt aber zeigte sich der Chor hochpräsent, wortgewaltig und des redseligen Monumentalwerks gewachsen.“ (Heiko Jung, tz, 08.05.2008)
Romantische Phantasie
Matthäus-Passion am Karfreitag
„… Wer aber das Vertraute stets neu zur lebendigen Botschaft machen will, der muss sich jedes Mal wieder etwas einfallen lassen: Hansjörg Albrecht fällt das nicht schwer, denn er trainiert seinen Münchener Bach-Chor inzwischen an Messiaen, Strawinsky, Mahler und Orff. Der musikalische Erfahrungsgewinn schlägt dann als ästhetische Spannweite zu Buche - aber auch als Spiel mit der Ambivalenz. … Bereits in der raffinierten Continuo-Kultur mit Theorbe, Gambe und einer einfallsreichen Orgel (Peter Kofler) faszinierte mehr romantische Phantasie als Originalklang. Noch mehr im genial dramatisierten Spannungsbogen zwischen "und verschied" und dem "Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen."… Hier wird deutlich, wie unentrinnbar unser Bach aus den historischen Ambivalenzen lebt, die Albrecht im Schlusschor noch einmal zwischen lastendem Piano zu Beginn und flammendem Forte der "höchst vergnügt einschlummernden Augen" ausspielte.“ (Klaus Peter Richter, Süddeutsche Zeitung, 25.03.2008)
Passion – beim Wort genommen
„…Als er in Bachs „Matthäus-Passion“ zum fulminanten „Sind Blitze, sind Donner… anhub, da schien die gut gefüllte Philharmonie in ihren Grundfesten zu erbeben. Passion – beim Wort genommen. Dabei war die Aufführung für Albrecht-Verhältnisse sogar gemäßigt. Reflektive Passagen sind im Tempo moderater als noch vor einem Jahr….Die Stars, natürlich: der Münchener Bach-Chor und das Bach-Collegium mit Energie und vielen Farben... Eine packende, knisternde Aufführung.“ (Matthias Bieber, tz, 25.03.2008)

Großartiges Zentrum
Glucks Iphigenie auf Tauris konzertant
„…wer neugierig war, wurde mit einem Abend belohnt der in Christiane Iven ein großartiges nach allen Seiten strahlendes Zentrum besaß. Hansjörg Albrecht offenbarte mit dem Bach-Chor und Bach Collegium in jedem Takt, warum ihm diese Oper so am Herzen liegt: Die fein gesponnenen und von den Frauen des Bach-Chors berückend schön gesungenen Chöre der Priesterinnen durfte man bei ihm als fernen Nachklang Bachscher Passionen hören.“ (Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 20.02.2008)

„...Aber eine Fee sorgte am Sonntag für ein konzertantes Gluck-Wunder: Der Bach-Chor und das mit historisierendem Blech aufgerüstete Bach Collegium bezauberten unter Hansjörg Albrecht mit einer hochnervösen "Iphigenie auf Tauris" aus dem Geist der barocken Klangrede.“ (Robert Braunmüller, az, 19.02.08)

Zum Haareraufen schön
Glucks Iphigenie auf Tauris konzertant
„…Christine Iven in der Titelrolle ist eine Wucht. Sie überragt die Solisten mit einem Sopran, der den Saal spielend füllt vom feinen Pianissimo bis zum kernigen Forte,… Der Chor agiert sauber, … das Bach Collegium musiziert konzentriert und mit Hingabe. … Albrecht zeigt mal wieder, was für ein blitzgescheiter, sensibler Mann fürs Drama er ist. Kostet die ganze Farbpalette an Empfindungen von Liebe über Trauer bis Raserei aus, ohne je seinen Sinn für Geschmack und Schönheit dranzugeben.“ (Matthias Bieber, tz, 19.02.2008)
Sinfonischer Psalm
Honeggers David-Oratorium mit Staatsphilharmonie
„Hansjörg Albrecht dirigierte das 1921 erstmals aufgeführte Oratorium umsichtig und mit deutlicher Zeichengebung. Orchester und Chor garantierten eine sehr differenzierte, den unterschiedlichsten Stilrichtungen nachspürende Wiedergabe. Es gelang eine dramatische, packende, mitunter auch lautmalerische Umsetzung des biblischen Stoffes.“ (Frank Pommer, Ludwigshafener Rundschau, 16.01.2008)
Weihnachtsoratorium - Huldigung der Musik
„Nach zweieinhalb Jahren, in denen Albrecht den Chor mit vielfältigsten neuen Aufgaben und seinem stetigen, unnachgiebigen Ringen um Klarheit, Durchsichtigkeit und den wortgezeugten Ausdruck in der Musik gefordert, geprägt und (wieder) zu einem herausragenden, unverwechselbaren Ensemble geformt hat, hat sich die Interpretation in vielfacher Hinsicht gesetzt, ist sie wunderbar gereift. Manche Tempi lässt Albrecht jetzt ruhiger ausschwingen – nicht zuletzt in den von Ingeborg Danz grandios innig und ausdrucksvoll gesungenen Alt-Arien. …. Unter Albrechts Leitung bekommt jeder Chor, jeder Choral sein eigenes Gewicht, seine subtil ausgereizte Sprachmächtigkeit, was vor allem in den drei Kantaten des Neuen Jahrs zu einem musikalischen Reichtum und einer Ausdrucksfülle führt, die schlicht beglückt. Neben dem exzellenten, flexibel auf jeden kleinen Wink Albrechts reagierenden Chor und dem nicht minder präsenten und höchst lebendig spielenden Bach Collegium verblüffen wieder die farbigen Akzente der verschiedensten Instrumentalsolisten – darunter auch zwei Chitarrone-Spieler.“ (Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 27.12.2007)
Prächtige Fülle des Wohllauts
Philharmonie Weihnachtsoratorium
„…Auch nach sechs Kantaten vermochte Hansjörg Albrecht noch seinen Münchener Bach-Chor wach und präsent zu halten. In dessen Singen war eine lebendige Gegenwart des Geistes, war mitreißend plastische Akzentuierung und Konturierung.“ (Thomas Willmann, tz, 12.2008)
Bach hätte Opern komponieren sollen
Hansjörg Albrecht präsentiert im Prinzregententheater ein Pasticcio aus weltlichen Kantaten
„Hansjörg Albrecht stellte in seinem neuesten Konzertprojekt im Prinzregententheater das Opern-Pasticcio „Reigen der Götter“ zu Musik von J.S. Bach vor, dessen Idee, Einrichtung und Bearbeitung auf sein eigenes Konto geht. Das Pasticcio gibt Albrecht wiederum Gelegenheit, alle Register zu ziehen. Frisch sprühend klingt es aus dem Orchester. Albrecht ist für den Chor wahrlich ein Glücksfall, er hat es nun geschafft, das Über-Vorbild Karl Richter hinter sich zu lassen und zu neuen Klangufern aufzubrechen. So entsteht ein lebendiges durchhörbares, zugleich frisches und dynamisch höchst schillerndes Klangbild. Das Bach-Collegium München ist hier als engagiertes Orchester der ideale Musizierpartner. Auch in der Auswahl der Solisten zeigt Albrecht stets eine glückliche Hand.“ (B. Winterstetter, Donaukurier, 11.10.2007)
Himmlisches Fest der Götter
„Einen wahrhaft göttlichen Abend bescherte der Münchener Bach-Chor mit seinem „Reigen der Götter“ im Prinzregententheater. Ambitioniert und experimentierfreudig hat der künstlerische Leiter des Bach-Chores Hansjörg Albrecht etwas geschaffen, was Bach zu Lebzeiten nie realisiert hat: eine Oper. Bei seinen musikalischen Eingriffen versuchte er, im Sinne Bachs weiterzudenken. … Projektbezogen in kleinerer Besetzung und auffallend verjüngt, war der Chor stimmlich teils schwer gefordert. Schwarz gewandet auch das im Halbrund vor Albrecht auf der Bühne präzis und spritzig musizierende Bach Collegium München. Im Kontrast dazu die Götterriege: das stimmlich homogen und vitale, wie darstellerisch lustvoll agierende Solistenensemble.“ (Dorothea Husslein, Münchner Merkur, 10.10.2007)
Heller Auferstehungsglanz
„…den „Messiah“ nicht mit der originalen, belanglosen „Sinfonia“ zu beginnen, sondern mit der zweiten Suite der „Wassermusik“ – das war eine zwingende Idee Hansjörg Albrechts. So konnte man in der Philharmonie einen gewichtigen Einstieg in Händels Oratorium hören, der den Trompetenglanz des „Halleluja“ vorwegnahm. Mit dessen triumphaler, vor Erregung vibrierender Wiederholung endete eine Aufführung mit Bach-Chor und Bach Collegium München, die zweieinhalb Stunden elektrisierende Hochspannung und balsamischen Trost zugleich geboten hatte. (Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung 15.05.2007)
Jubelnder Überschwang
..“ Händels Messiah stand im Gasteig auf dem Programm, das Hansjörg Albrecht zwar ungewöhnlich, aber klanglich und dramaturgisch überzeugend mit der zweiten Suite aus der Wassermusik eröffnete. Schon dabei stimmte sich das Bach-Collegium auf eine vital-akzentuierte transparent-glanzvolle Interpretation ein und blieb ihr bis zum „zugegebenen Halleluja“ treu. Albrecht wählte zügige Tempi, ließ Accompagnati, Arien und Chöre oft nahtlos ineinander fließen….. dem Hit schlechthin, dem „Halleluja“ trieb Albrecht alles Klischeehafte aus. Mit feinen dynamischen Schattierungen erzielte der Chor aparte Echowirkungen, die den jubelnden Überschwang noch forcierten. (Gabriele Luster, Münchner Merkur 14.05.2007)
Wunder mit Bach
„Münchens Bach-Wunder hält an. Nicht zu glauben, was Hansjörg Albrecht in eineinhalb Jahren aus dem zuvor lange dümpelnden Bachchor gemacht hat. Albrecht hat eine Freude am Entdecken, am Neu-Durchdenken, am Weitergeben … einen flüssigen, fast leicht genommenen Bach, der … immer sein Gewicht behält. Das aber entwickelt Albrecht aus dem Werk. Es gibt neue, einleuchtende und wirkungsvolle Akzente, aber eine wohltuende Abwesenheit von aufgesetzten Zutaten… Geführt von seiner höchst eigenen Dirigiertechnik holt der Chor, immer eng an der Wortbedeutung, jede Nuance heraus. Chor und Orchester, dazu der Pestalozzi Kinderchor, stehen in lebendigem Dialog… Der größte Eindruck bleibt: Albrecht. (Beate Kayser tz 7./8./9.04.2007)
Packendes Geschehen
„…Albrechts inspirierende, die Dramaturgie der Passion aufspürende Leitung animierte den Bach-Chor, den Chor des Pestalozzi-Gymnasiums, die Solisten und das Bach Collegium München zu einer bis ins Detail spannungsvollen, vitalen, musikalisch hochwertigen und geschlossenen Aufführung. Die beiden Chorgruppen folgten flexibel und klanglich gut ausbalanciert dem zumeist raschen Choral-Tempo, das Albrecht auch dynamisch klug variierte… Das dialogische, rhythmisch pointierte, präzise Miteinander der Chöre lud die Turbae dramatisch auf … Das geteilte Orchester samt vorzüglicher Continuo-Gruppe musizierte insgesamt wie auch im solistischen Einsatz differenziert und klangschön. Gabriele Luster Münchner Merkur 7./8./9. April 2007 Bach in allen Varianten „…Albrecht will weg von allen Klischees. Mit rigoros abgedämpftem Chor entwickelt er aus einer diffusen Anfangsmeditation nach und nach die Leidengeschichte als subtiles Binnendrama, dem er erst im zweiten Teil mehr Feuer erlaubte. In dieser Dramaturgie geriet die Szene von Judas und Christus zu einem raffinierten Dialogspiel und die Beschwörung der Todesstunde zum Höhepunkt des Dramas: nach beklemmend langer Pause genial weitergeführt durch einen untergründigen Spannungsbogen bis zum metaphysischen Espressivo des „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“ Höchst beziehungsreich agierte auch die Basso-continuo-Gruppe.“ (Klaus P. Richter Süddeutsche Zeitung 7./8./9.04.2007)
Bach in allen Varianten
„…Albrecht will weg von allen Klischees. Mit rigoros abgedämpftem Chor entwickelt er aus einer diffusen Anfangsmeditation nach und nach die Leidengeschichte als subtiles Binnendrama, dem er erst im zweiten Teil mehr Feuer erlaubte. In dieser Dramaturgie geriet die Szene von Judas und Christus zu einem raffinierten Dialogspiel und die Beschwörung der Todesstunde zum Höhepunkt des Dramas: nach beklemmend langer Pause genial weitergeführt durch einen untergründigen Spannungsbogen bis zum metaphysischen Espressivo des „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“ Höchst beziehungsreich agierte auch die Basso-continuo-Gruppe.“ (Klaus P. Richter Süddeutsche Zeitung 7./8./9.04.2007)
Leidenschaft der Passionen
…Hansjörg Albrecht betonte die choralhaft-hellen Bläser gegenüber den Streichern und verbreitete von Beginn an österliche Zuversicht. Der künstlerische Leiter des aufgelichteten Bach-Chors hat sein Deutung stärker pointiert. …Rasch, pietistisch, Gefühligkeiten meidend, eilte er durch die Passionen. Schroff fuhren nach den Arien die Rezitative drein, und sparsame Tempo-Verzögerungen wie am Ende des leise versöhnenden Schlusschores bewegten umso nachdrücklicher. (Robert Braunmüller Abendzeitung, 7./8./9.04.2007)
Es gab Platz für Kontemplation und für Dramaturgie
Ohrenschmaus für Musikliebhaber – das bedeutende Werk des genialen Komponisten Johann Sebastian Bach wurde am Samstag in hervorragendem Spiel des Münchener Bach-Chors und des Orchesters Bach Collegium München aufgeführt. … Wir haben sie in Polen seit 7 Jahren nicht mehr gehört. Die biblische Erzählung in rezitierender Form bricht an charakteristischen Stellen ab. Die Szene, die sich gerade abgespielt hat wird zum meditativen Thema. So hat der Künstlerische Leiter Hansjörg Albrecht die Bachsche Vision gelesen. Die Musik von Bach steht den deutschen Musikern sehr nahe. Dies hat sich in Danzig bestätigt. Der Dirigent hat das Tempo hervorragend aufgeteilt. Die Balance zwischen den Solisten dem Chor und dem Orchester war sehr gut ausgewogen. Meine Aufmerksamkeit wurde erweckt durch das perfekte Zusammenspiel der Instrumentalisten, klare Töne und vollkommene Solisten (hervorragende Solopartien von Oboisten und dem Gambisten). Sehr schön klangen die Chöre – Polyphonie war mit klarem Strich gezeichnet und hervorragende Phrasenbildung hat die dramatischen Stellen unterstrichen. Das ganze Ensemble hat zusammen ein abgestimmtes und fantastisch klingendes Kollektiv gebildet. Das war eine Interpretation „mit Schlüssel“. Die Künstler haben dieses Drama weniger persönlich aber mehr universell gespielt. (Katarzyna Chmura Gazeta Wyborcza, 27.04.2007)
Musik. Wohltätigkeitskonzert in der Danziger Basilika St. Brygida.
Flammende Passion als Geschenk für St. Katarzyna.

…. Die Organisatoren haben für den besten Rahmen zu diesem hervorragenden Werk gesorgt. Sie haben hervorragende Spezialisten der barocken, oratorischen Musik eingeladen: den Münchener Bach-Chor und das Orchester Bach Collegium München unter der Leitung von Hansjörg Albrecht. Diese Ensembles haben bewirkt, dass man in Danzig wieder einen Hauch großer Musikwelt gespürt hat. Ihre flammende, leichte und gleichzeitig dynamische Ausführung war im barocken Stil solide verankert, aber auch voller aufregender Kontraste. Eben solche Emotionen sollten die Musiker dem Publikum vermitteln: innige Stimmung des Gebetes, geistigen Enthusiasmus, tiefen Glauben. Das alles war in der Ausführung der Passion der Münchener Musiker zu hören. (Tomasz Lipinski Dziennik Baltycki 26.03.2007)
Paradiesisch losgelöst
…Bei allem Klagecharakter verlor die Musik unter Albrechts federnder Leitung nichts von der Eleganz, die ihr der stets auf Transparenz bedachte Poulenc eingehaucht hat. Ein gut gemischter Chor- und Orchesterklang, frei von jeder Manieriertheit, eine Aufführung, die sich von wuchtigen Passagen in ihrer Stringenz nicht beeinflussen ließ. (Stephan Schwarz Süddeutsche Zeitung 29.01.2007)
Jauchzet, frohlocket
Der Münchner Bach-Chor swingt in der Philharmonie Leich und legitim ist es, gleich zu Beginn die Trompetengala als jubelnden Auftakt weihnachtlichen Glanzes plakativ auszuspielen. Das tut Hansjörg Albrecht mit seinem Münchener Bach-Chor nicht. … Piano war, besonders in den ersten drei Kantaten, Grundnorm. Verbunden mit einer höchst ausgefeilten Phrasierung un dem beschwingten Puls lebendigen Atmens, für den das profane Prädikat des „Swing“ höchstes Kompliment ist, entstand eine innere Strahlkraft der Bach’schen Musik, die jedes Schmetter-Forte vergessen machte. Damit klang der fast 80-kehlige Bach-Chor wie neu, bewis aber seine alten Qualitäten. Das Bach Collegium München war in der gleichen Höchstform wie das Trompetenensemble Hannes Läubin. Hansjörg Albrecht erweist sich als Glücksfall für den Bach-Chor. (Klaus P. Richter Süddeutsche Zeitung 19.12.2006)
Dramatik vor des Höchsten Thron
… war schon letztes Jahr beim noch ganz neuen Leiter Hansjörg Albrecht die Tendenz zu schlanker Agilität zu spüren, so konnte man jetzt endgültig hören, wie er Bachs Werk versteht: echtes Barocktheater, kombiniert mit leuchtender Klarheit. (Adrian Prechtel Abendzeitung 19.12.2006)
Rock das Barock!
… Albrecht wühlt mit Lust in den barocken Text-Ausdeutungen. Lässt die üppig besetzte Continuo-Gruppe immer wieder rhythmisch rumpeln und klangmalen. Der Dirigent kostet das „Schweigt“ im „Ach, wenn wird die Zeit erscheinen“ mit einer plastischen Pause aus – kurz: macht die Musik so lebendig wie möglich. Rock das Barock! (Matthias Bieber tz 19.12.2006)
Schmerzlich
... Wie Albrecht die Totenmesse dramatisierte, schon die Orchestereinleitung zumersten Choreinsatz ganz allmählich aufbaute, ... Wie er immer wieder die Gegensätze zwischen fahlem, geradezu jenseitigem Piano und intensiv anklagendem Fortissimo ausreizte, wie er unendliche Generalpausen setzte, nach einer ganz instrumental empfundenen, enorm schnellen Fuge Schluss-Takte mit Intensität am Rande des Stillstands auflud, ohne je zu romantisieren – das war ebenso tief empfunden wie es zu Herzen ging. Dass Laien wie der Münchener Bach-Chor in jeder Stimmlage so fein und schön im Piano, so homogen und durchsichtig, aber auch so ebenmäßig kraftvoll und ohne zu forcieren laut singen können, ist ein kleines Wunder, das sich freilich ebensoharter wie fruchtbarer Arbeit verdankt. ...wie auch das Bach Collegium München nicht nur großartig begleitete, sondern geradezu aufregend das musikalische Geschehen mitgestaltete. (Süddeutsche Zeitung 26.10.2006)
Tief hinein in die unglaubliche Dramatik des Requiems leuchteten Chor, Orchester und Solisten – unter der straffen Leitung des Dirigenten. Er schuf mit dem ohne Überdruck vermittelnden, homogenen Chor beinahe theatralische Situationen: in der Kyrie-Fuge, im tumultösen „Dies irae“, aber auch im eindringlichen, den Kontrast von „brutalen“ Männer- und flehend-zarten Frauenstimmen hervorkehrenden „Confutatis“. Faszinierend, wie das „Lacrimosa“ allein im Gesangsduktus gesteigert und vom Chormit großer Intensität gestaltet wurde bis zum nachdrücklichen „Amen!“ so gipfelte das beschwörende „Hostias“ in einer disziplinierten Fuge („Quam olim“), entfaltete das Orchester im „Sanctus“ volle Pracht (mit historischen Blechblasinstrumenten), ohne Transparenz einzubüßen. (Münchner Merkur, 25.10.2006)
Glockenklar
... zu welch professioneller Qualität der Münchener Bach-Chor, immerhin ein Laienchor, unter der Leitung von Hansjörg Albrecht imstande ist, versetzt schon in Erstaunen. ... durchgängige Textverständlichkeit bei stets ortbaren Stimmlagen, einfein ausdifferenziertes Kyrie mit klarem Ausdruck selbst im Fortissimo, fliegende Crescendi, die das Dies irae zum Sturm erhoben, ein zart besonnenes Lacrimosa mitkraftvollem Abschluss. (tz 25.10.2006)
Tief berührt
"... Die Choral-Motette "Jesu, meine Freude" verstand Albrecht als grandiose, ganz dem Wort verpflichtete Ausdrucksmusik, … eine selten intensive, musikalisch und sängerisch exzellent durchgeformte Wiedergabe, die tief berührte. Francois Poulencs Messe wirkte da, nicht so unmittelbar, aber das schwebend vielstimmige Sanctus, das wiegende Benedictus und das immer wieder von einem wunderschönen Sopransolo durchzogene Agnus Dei verfehlten ihre Wirkung nicht. Einmal mehr bewies der Bach-Chor, dass er auch in der Musik des 20. Jahrhunderts zu Hause ist, komplexe harmonische Verschiebungen nicht nur präzise nachzeichnen, sondern auch mit Leben füllen und faszinierend Klang werden lassen kann." (Süddeutsche Zeitung 03.08.2006)
Auskosten der Affekte
"Albrecht beschränkte sich in dieser Passion nicht darauf, die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu Christi von seinen Solisten, Chor und dem Bach-Collegium München nur nacherzählen zu lassen, sondern legte mit einer naturalistischen, realen, teils gar schroffen Interpretation die Seelenzustände der in die Handlung verwickelten Personen frei. Albrecht setzte nicht auf Pathos, sondern lenkte mit außergewöhnlich straffen Tempi, scharfen dynamischen Akzentuierungen und dem Auskosten der Affekte den Blick auf die Stunden eines Gefangenen frei, der dem Tod entgegensieht." (Münchner Merkur 15.04.2006)
"Wann hat man so eine radikale, leidenschaftliche Matthäus-Passion schon gehört? … Albrecht ist jung und idealistisch; er fordert von seinem hervorragend mitgehenden Münchener Bach-Chor das Maximum, und bis auf ein paar ganz kleine Wackler … folgt der Chor ohne Fehl und Tadel. … Mögen andere technisch perfektere Passionen bieten: spannendere nicht. … Das ist Barock, wie er leibt und lebt." (tz, 15.04.2006)
Bach-Chor wird den Ansprüchen voll gerecht
Motetten a capella gesungen in der Klosterkirche Fürstenfeldbruck
In ausgewogenem Verhältnis männlicher und weiblicher Stimmen beeindruckte der Münchener Bach-Chor unter Hansjörg Albrechts klarem sprechendem Dirigat nachhaltig. …Bei Max Regers "Acht geistlichen Gesängen" begann er den doppelchörigen 1. Satz verhalten "Der Mensch lebt und besteht nur eine kleine Zeit." Aus den Männerstimmen leuchteten Soprane sanft-geheimnisvoll heraus… Beim beliebten "Unser lieben Frauen Traum" wechselte der Chor einmal mehr von sanft-innigem zu kräftigem Ausdruck. (Münchner Merkur 30.03.2006)
Mit Leichtigkeit anrühren
Das Weihnachtsoratorium mit dem Münchner Bach-Chor

"Wohl noch nie haben Bach-Chor und Bach Collegium München das sechsteilige "Weihnachtsoratorium" so durchsichtig und behände, so filigran und doch, wenn nötig, auch so kernig expressiv musiziert wie jetzt zum ersten Mal unter ihrem neuen Leiter Hansjörg Albrecht in der Philharmonie. Schon das federnde "Jauchzet frohlocket!" ließ die Herzen höher schlagen, und diese bewegende Hochgestimmtheit sollte sich in den folgenden 150 Minuten Musik nicht ändern. Zu genau wusste Albrecht um den Sinn jedes Takts, kannte er die Tiefenschichten von Musik und Text, in denen Christi Geburt bereits auf das Passionsgeschehen vorausweist, und ließ sie an der Oberfläche durchschimmern. Jeder der zahlreichen Choräle und Chöre war genauestens phrasiert, dynamisch abschattiert, mit Ausdruck aufgeladen oder einfach nur schlicht wie von einem imaginären "Volk" gesungen. Albrecht hatte dem exzellenten Chor und dem nicht minder guten Orchester eine Leichtigkeit antrainiert, die alles, nicht nur polyphone Vielschichtigkeit, wie ein Kinderspiel klingen ließ." (Süddeutsche Zeitung 21.12.2006)
Sein Weihnachtsoratorium swingt
Auf dem Weg zu neuer Klanformation: Hansjörg Albrecht und der Bach-Chor
"Albrecht hat mit dieser Aufführung gezeigt, wohin er will: Bei ihm stehen Rhythmus und Wort im Vordergrund. Sein vitales Dirigat mit eigenwilligen Phrasierungen und extremen Tempi hat beim Chor ein anderes, als das bisher gewohnte Klangbild zur Folge: frischer, temporeicher, dramatischer. Sein Weihnachtsoratorium swingt. … Der Münchener Bach-Chor ist auf dem Weg zu einer neuen Klangformation, die München gut tut." (Münchner Merkur, 19.12.2005)
Musik, die uns angeht
Jauchzet, frohlocket!
"Man darf gespannt sein auf das, was der neue Chef des Bach-Chors in der Zukunft auf die Beine stellen wird. Hansjörg Albrecht hat ein Weihnachtsoratorium gezaubert, das vor Lust, Liebe und Leidenschaft nur so brannte und dennoch den Bogen nie überspannte. Eine tief durchdrungene, tief eindringende sechskantatige Sternstunde." ( tz, 19.12.2005)
Bach-Belebung: Albrechts "Weihnachtsoratorium"
"Was sich beim Antrittskonzert von Hansjörg Albrecht, dem neuen Leiter des Bach-Chors, angekündigt hatte, schien sich mit dem "Weihnachtsoratorium" in der Philharmonie zu bestätigen: Albrecht wird dem tradierten opulenten Münchner Bachstil eine dynamisch flexible Auffassung entgegensetzen. So ließ er die klingende Erzählung in heiterer Gelöstheit musizieren, ohne Pathos. Das Bach Collegium München war auf eine kleine, agile Mannschaft reduziert und artikulierte mit behänder Leichtigkeit. … Die Entscheidung, für rasche Tempi vermochte Albrecht bei der federleichten Ansprache von Chor und Orchester mühelos zu rechtfertigen." (Die Abendzeitung, 19.12.2005)
Aufbruch und Tradition
"… Und trotz Edgar Krapp an der Orgel wurden die Vokal-Werke zu den Höhepunkten des Programms: zu Beginn Poulencs "Gloria" mit seinen vertrackten, rhythmisch dem Sprachduktus stets gegenläufigen Betonungen, die der Bach-Chor technisch wie musikalisch bravourös meisterte, aber auch am Ende das große, für den Chor durchgängig harmonisch wie satztechnisch irrwitzig anspruchsvolles Magnificat Bachs mit den vier "Einlagen" zur Weihnachtszeit. … ist dies sicher der richtige Weg, den Bach-Chor stilistisch ins 21. Jahrhundert zu führen und sich gleichzeitig seiner großen Tradition bewusst zu sein." (Süddeutsche Zeitung, 28.11.2005)
Neuanfang beim Münchener Bach-Chor
"… Albrecht ließ locker und durchsichtig singen und spielen, donnerte weder die "Sicut locutus"-Fuge (Anmerk. der Redak. J.S. Bach Magnificat) herunter noch setzte er den Schlusschor unter orchestralen Hochdruck. Ein differenziertes Piano-Musizieren war angesagt, … Das lässt ebenso auf die Zukunft hoffen wie Albrechts Programmgestaltung … Sinnfälliger hätte man die neue Richtung nicht weisen können, und man darf auf die künftige Gangart des Münchener Bach-Chores gespannt sein." (Die Abendzeitung, 26./27.11.2005)