Dem Himmel ein Stück näher bringen wollen wir Sie, verehrtes Publikum,
auch in unserer zweiten Saisonhälfte mit von uns aufgeführter "himmlischer" Musik.
Ausgewählte Werke von J.S. Bach werden uns unter dem Motto "Bach-Barock-Bayern" begleiten:
Seine Matthäus-Passion ist immer wieder Offenbarung und Herausforderung zugleich.
Die großen und zumeist doppelchörig angelegten Motetten führen uns u.a. in das traumhaft am
Ammersee gelegene Marienmünster Dießen, aus dem das Deckenfresco mit der Darstellung des Himmels stammt.
Neu sind zudem die Konzerte in Münchener Museen: Bachs Geburtstag feiern wir erstmalig mit einem prächtigen
Orchesterprogramm im Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums und barocke Violinkonzerte können Sie
mit der Ausnahmegeigerin Mirijam Contzen im Rubens-Saal der Alten Pinakothek erleben.
In der Vermittlung Bach'scher Musik an die nächste Komponistengeneration spielt kein Geringerer als
Gottfried Freiherr van Swieten (1733-1803) eine besondere Rolle: Mozart, Haydn und Beethoven machte
er mit den Werken des großen Thomaskantors bekannt und so verwundert es nicht, dass besonders in deren
geistlichen Werken (neben aller Raffinesse der Wiener Klassik) eben auch Bach immer wieder durchschimmert -
sei es im Aufbau, dem Schreiben von Fugen oder barocken harmonischen Sequenzen. Mit Haydns "Paukenmesse"
folgen wir einer Einladung ins Théâtre des Champs-Élysées nach Paris und kurz darauf konzertieren wir
mit einem ungewöhnlichen Beethoven-Programm im Münchner Prinzregententheater.
Dass Bachs Musik auch unzählige Musiker des 20. und 21. Jahrhunderts zu immer wieder neuen und höchst
ausdrucksstarken Werken inspiriert hat, können Sie im Konzert zu Bachs Todestag erleben:
Der aserbaidschanische Komponist Arif Mirsojew, der auch als "J.S.Bach des Orients" bezeichnet wird,
schrieb anlässlich des Bach-Jahres 1985 (300. Geburtstag) eine monumentale Orgelsinfonie,
deren Uraufführung im Gewandhaus zu Leipzig stattfand.
In München kommt dieses beeindruckende Werk im Juli 2012 zum ersten Mal zur Aufführung.
Wie mag es im Himmel wohl klingen? Vielleicht ja so, wie man in Venedigs Kirchen zur Zeit Antonio Vivaldis musizierte.
Mit Werken des italienischen Barock starten wir in den Sommer und wünschen Ihnen bis dahin
viele anregende Konzerterlebnisse mit "himmlischer" Musik.
Wir freuen uns auf Sie - Seien Sie uns herzlich willkommen!
Ihr Hansjörg Albrecht
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